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Aktuell

10.05.2017

Caritas kritisiert Reform der Jugendhilfe

Um die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und um dem Gedanken der Inklusion Rechnung zu tragen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im April 2017 einen Gesetzentwurf vorgelegt, dessen Inhalte in Fachkreisen jedoch auf enorme Kritik gestoßen sind. Der Caritasverband Nürnberg lud daraufhin u.a. den CSU-Abgeordneten Michael Frieser MdB zu einem Hintergrundgespräch in das Kinder- und Jugendhaus Stapf. Caritasdirektor Michael Schwarz, der Leiter des Caritas-Jugendhilfezentrums Schnaittach Willibald Neumeyer und Joachim Nunner, Pädagogische Leitung des Caritas-Kinder- und Jugendhauses und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes kath. Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen in Bayern e. V. (LVkE) waren die professionellen Gesprächspartner aus der Praxis.

Grundsätzlich wird die im Koalitionsvertrag vereinbarte infrastrukturelle Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe begrüßt. In dem Gespräch wurde aber deutlich, dass der vorliegende Gesetzentwurf nicht nur auf sehr intransparente Weise ausgearbeitet wurde, sondern auch gravierende Mängel enthält. Bewährte fachliche Grundsätze, wie das sozialrechtliche Dreiecksverhältnis, die Praxis der Hilfegewährung durch einen Hilfeplan oder die rechtliche Verortung des Leistungsanspruches bei den Eltern werden durch das Bundesfamilienministerium in Frage gestellt.

Viele der vom Ministerium vorgeschlagenen Änderungen greifen tief in die Grundrechte der Familie ein. Im Dialog mit Politik möchte der Caritasverband Nürnberg dazu beitragen, dass auch vor Ende der Legislaturperiode das Wohl der Kinder und Jugendlichen nicht durch vorschnelle und mäßig überdachte Entscheidungen leidet. Michael Frieser versprach den drei Verantwortlichen seine Erkenntnisse in die politischen Prozesse in Berlin einfließen zu lassen.

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