21.01.2020 - Caritas übernimmt Vorsitz in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern

München - Der Landes-Caritasverband hat turnusgemäß den Vorsitz in der Freien Wohlfahrtspflege Bayern übernommen. Bei einer Pressekonferenz übergab die Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Brigitte Meyer, den Vorsitz an Landes-Caritasdirektor Prälat Bernhard Piendl.

Gleichzeitig stellten beide erste wichtige Erkenntnisse der Studie „Sozialwirtschaft Bayern“ vor und betonten die wichtige Rolle des sozialen Sektors für Bayern: „Die Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege Bayern leisten Daseinsvorsorge und helfen Menschen, ihre Lebensaufgaben zu bewältigen, sei es in Kitas, bei der Pflege von Angehörigen oder bei der Bewältigung von persönlichen Nöten und Krisen.“, so Prälat Piendl. Die Wirkung der Sozialwirtschaft lässt sich jedoch nicht nur monetär messen: „Die Freiwilligenarbeit, die Jugendarbeit, auch die Hilfen für Menschen in Not in der Beratung, all dies sind Faktoren, die dafür sorgen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nicht erodiert und sie sind deutliche Zeichen der Solidarität in Bayern.“ Und er ergänzt: „Bei aller Notwendigkeit, auch wirtschaftlich zu handeln, stehen bei der Freien Wohlfahrtspflege nicht die finanziellen Interessen im Vordergrund, sondern wir sind gemeinnützig und den Menschen verpflichtet“.

Für den Caritasdirektor Piendl ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften -  vor allem in der Pflege - die wichtigste Herausforderung für die kommenden Jahre: „Rund ein Viertel unserer Mitarbeitenden sind 55 Jahre oder älter und werden in den kommenden Jahren in Rente gehen. Für uns ist es deshalb wichtig, auch weiterhin stark auf die Ausbildung zu setzen. Der Beruf ist hochmotivierend, ist sinnerfüllt und anspruchsvoll. Mit der neuen, generalistischen Pflegeausbildung und der Neudefinition des Pflegeberufs könnte es gelingen, wieder mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen.“

Endgültig erscheinen wird die Studie „Sozialwirtschaft Bayern“ im kommenden Mai.