„Bedingungslos und nicht verzweckt“ - 25 Jahre Caritas-Hospiz Xenia

Mit einem Wortgottesdienst und einem anschließenden Sommerfest feierte das Nürnberger Hospiz sein langjähriges Bestehen.

Erzbischof Schick fasste unter „Gut leben im Sterben“ zusammen, was palliative Pflege mit christlichem Hintergrund ausmacht: Hospizarbeit ist ein Ernstfall des Glaubens an die Verheißung Gottes, dass er das Leben in Fülle will. Dieser Dienst am Menschen erfordert nämlich bedingungslose Liebe und kann keinen Zweck mehr verfolgen, das lässt die Situation nicht mehr zu. Diese selbstlose Nächstenliebe, die Jesus vorgelebt hat, soll als Orientierung dienen: „Wir wollen uns dabei des Auftrags und der Aufgaben der Hospizarbeit vergewissern sowie Inspiration und Motivation für die Zukunft holen“, so der Erzbischof.

Das Hospiz Xenia entstand 1997 als eines der ersten stationären Hospize in Bayern in einem Einfamilienhaus im Thumenberger Weg. Sehr wohnlich und familiär, aber in vielerlei Hinsicht nicht den Ansprüchen professioneller Pflege entsprechend, wie Vorsitzender Bernhard Wacker in seiner Ansprache sich erinnert. 2010 zog die Einrichtung daher an ihren jetzigen Standort in der Klenzestraße und wurde im Zuge dessen auf 10 Plätze erweitert. Wacker würdigte die Pionierleistung der damals Verantwortlichen Pater Holzbauer, Stadtdekan Kellerer sowie den ersten Leiter Stefan Madinger, die der lindernden Pflege von Sterbenskranken so vorausschauend die nötige Bedeutung verschafften.

Caritasdirektor Michael Schwarz wies darauf hin, dass man den wichtigen Wesenszug Gastlichkeit schon aus dem Namen der Einrichtung herauslesen kann, heißt Hospiz ja im Deutschen eigentlich Herberge und Xenia Gastfreundschaft. Er dankte der Leitung Sabine Ritter und ihrem Team von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unterstützt von fast ebenso vielen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz, Menschen ein möglichst beschwerdefreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Mit einem gemeinsamen Essen im Garten des Hospizes sowie einer Einlage eines „trauernden Clowns“ mündete dieser Festtag in den Abend hinein.