Mit einem Gottesdienst in der Nürnberger Pfarrkirche St. Bonifaz eröffnete die Caritas in der Erzdiözese Bamberg die Herbstsammlung 2026. Vor etwa 60 Gläubigen feierte Domvikar Neumeier die Heilige Messe, die von der Caritas Nürnberg vorbereitet worden war.
Unter den Gästen befanden sich Michael Endres, Diözesan-Caritasdirektor des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg, und Michael Schwarz, Caritasdirektor der Caritas Nürnberg. Beide wandten sich zu Beginn der Messe mit einem kurzen Grußwort an die Gottesdienstteilnehmenden. Darin wiesen Schwarz und Endres auf das breite Hilfs- und Beratungsangebot der Caritas in Nürnberg und in der gesamten Erzdiözese hin, das auf Unterstützung angewiesen ist.
In seiner Predigt griff Neumeier das Gleichnis von den beiden Söhnen auf, die ihr Vater zur Arbeit in den Weinberg schickt. Ein Sohn sagt zunächst Nein, geht später aber doch; der andere sagt Ja und bleibt zu Hause. Dieses Bild zeigt: Vor Gott zählt nicht allein, was ein Mensch sagt. Entscheidend sei, was aus dem „Ja“ werde. Denn ein „Ja“, dem keine Tat folgt, bleibt leer. Ein Glaube, der nur von Nächstenliebe spricht, dem Nächsten aber nicht hilft, bleibt folgenlos. Nächstenliebe müsse sich im Handeln zeigen – überall dort, wo Menschen Schutz, Begleitung und neue Chancen brauchen.
Als Beispiele nannte der Domvikar das Kinder- und Jugendhaus Stapf sowie die vom Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e. V. betriebene Kinderschutzstelle in Thiès (Senegal), in der Straßenkinder Schutz und eine Perspektive erhalten. Er dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Caritas für ihren Einsatz und ihr Engagement und rief die Gemeinde dazu auf, die Initiativen und Projekte der Caritas zu unterstützen.