Erzbischof Herwig Gössl: „Schwangerschaftsberatung ist eine sehr wichtige Aufgabe“

Austausch der Schwangerschaftsberatungen mit dem Bamberger Erzbischof

Vertreterinnen der Caritas-Schwangerschaftsberatungsstellen im Erzbistum trafen sich im Bistumshaus St. Otto zu einem Fachgespräch mit dem Bamberger Erzbischof Herwig Gössl. Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Herausforderungen in der Beratungsarbeit, gesellschaftliche Entwicklungen sowie die Weiterentwicklung unterstützender Angebote für Schwangere und Familien in schwierigen Lebenslagen. 

„Vor allem Frauen, aber auch Elternpaare und Väter wenden sich mit immer komplexeren Problemlagen an die Beratungsstellen“, so Barbara Borschert, Bereichsleiterin des Diözesanverbandes. Die Anforderungen an die Beraterinnen sind hoch. Im weiteren Gespräch betonten diese auch immer wieder die Bedeutung einer qualifizierten, wertorientierten Beratung. Nur dadurch seien sie in der Lage, Frauen und Paare in Konflikt- und Entscheidungssituationen zu stärken und zu begleiten.

Die einzelnen Schwangerschaftsberatungen nutzten die Gelegenheit, ihre jeweiligen Schwerpunkte dem Erzbischof vorzustellen. Heidi Winter Schwarz, die Leiterin der Nürnberger Beratungsstelle, berichtete über ihre Arbeit als nordbayerische Multiplikatorin für die vertrauliche Geburt sowie über die Erfahrungen mit „Love Tours”, dem mittlerweile 25 Jahre bestehende Jugendprojekt zur wertorientierten sexuellen Bildung.

Abschließend bedankten sich die Vertreterinnen der Beratungsstellen beim Bamberger Erzbischof für die großzügige finanzielle Unterstützung, die das Erzbistum Bamberg alljährlich aufbringt. Erzbischof Herwig Gössl gab den Dank sogleich zurück: „Die Schwangerschaftsberatung ist eine sehr wichtige Aufgabe. Ich möchte Ihnen deshalb meinen Dank aussprechen, insbesondere auch für Ihr großes Engagement, mit dem Sie sich Ihrer Aufgabe in diesem hochsensiblen Bereich widmen.“ Zugleich wies er jedoch darauf hin, dass die katholische Kirche vor großen finanziellen Herausforderungen stehe. „Es muss den Menschen immer wieder deutlich gemacht werden, dass auch dafür Kirchensteuergelder verwendet werden.“